Wochenendausflug der Evangelischen Mittelschule Schiers nach Granada

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Von | Montag, 17 Oktober 2016

Samstagmorgen acht Uhr, Plaza de Armas in Sevilla. Hier beginnt unser Wochenendausflug nach Granada. Gut gelaunt trafen wir am Treffpunkt ein. Jedoch fehlte jemand. Wo ist Sharon? Nach kurzem Herumtelefonieren stellte man fest, dass der Wecker nicht gestellt worden war. Kurz darauf begann für uns die Reise mit dem Bus in Richtung Granada, Sharon folgte schließlich zwei Stunden später.

Nach einer dreistündigen Busfahrt durch die Weiten Andalusiens trafen wir in Granada ein. Von der Busstation in Granada ging es mit dem Taxi weiter zum Hostel, wo wir unsere kleinen, aber feinen Doppelzimmer bezogen. Da wir nun eine Weile auf Sharon warten mussten, setzten wir uns mit “Bocadillos’“ auf die Plaza Nueva und schauten fasziniert drei Hochzeitsgesellschaften zu. Pünktlich zur Siesta traf dann auch Sharon auf dem Platz ein.

Gut erholt und mit reichlich neuer Energie besuchten wir nach der Siesta die imposante Kathedrale und die angrenzende Capilla Real, in welcher die Überreste der katholischen Könige Isabella I. und Fernando II. aufgebahrt werden. Wir waren überwältigt von der Imposanz der Kathedrale.

Kathedrale in Granada

“Helado’“ gab’s anschließend im “Los Italianos“, wo sich auch Michelle Obama schon mal eine Erfrischung gegönnt hatte. Nach dem Eis und einigen Kilometern später mussten wir in einer Bar notfallmäßig eine Pause für Tapas und Sangría einlegen. Danach ging es allen wieder sichtlich besser. Gestärkt machten wir uns auf den Weg zum “Mirador San Nicolás“.

Den Sonnenuntergang genossen wir auf diesem Aussichtspunkt, der eine wunderbare Sicht auf die Alhambra, Granada und die Sierra Nevada bot. Einige Einheimische spielten Flamenco auf ihren Gitarren und die Leute tanzten dazu.

Die Alhambra vom gegenüberliegenden Aussichtspunkt

Zum Abendessen gingen wir in ein lokales Restaurant auf einem kleinen, ruhigen Platz und probierten uns durch die traditionelle Küche Andalusiens. Bevor wir schlafen gingen, gab es für die einen noch ein Eis und für die anderen eine warme Dusche im Hotel.

Am Sonntagmorgen um neun Uhr gab es Berge von Churros zum Frühstück in einer kleinen Bar nahe des Hotels. Dort trafen wir auf Nuria, die uns später als Reiseführerin durch die Alhambra begleitete.

Die Alhambra ist eine sehr bedeutende Stadtburg. Sie ist ein Paradebeispiel des maurischen Stils in der islamischen Kunst und seit 1984 UNESCO Weltkulturerbe. Nach einer viereinhalbstündigen Führung durch die verschiedenen Paläste und Gärten verließen wir die Alhambra. Die Größe und doch unglaubliche Detailtreue, wo man auch hinsieht, kann man sich nicht vorstellen. Man muss sie einfach mit eigenen Augen gesehen haben.

Beeindruckende Detailarbeiten in der Alhambra

Als wir alle ziemlich erschöpft in der Stadt angekommen sind, aßen wir zusammen auf der Plaza Nueva etwas Kleines zu Mittag. Nach dem Essen schlenderten wir noch ein wenig durch die engen Gässchen leicht abseits der touristischen Einkaufsstraßen.

Kleine Gassen in Granada und ein Eis von “Los Italianos“

Mit dem Taxi ging es danach leider bereits wieder zurück zur Bushaltestelle, wo uns eine fahrende Kühltruhe zurück nach Sevilla brachte. Eingewickelt in Schals und Pullover genossen wir im stark gekühlten Bus den schönen Sonnenuntergang über den unendlich weiten Olivenhainen Andalusiens.

Granada ist auf jeden Fall mindestens ein Wochenende wert!

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