Stierkampf in Spanien ist eine lang gefeierte Tradition

Stierkampf in Spanien

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Von | Montag, 03 Juli 2017
Stierkampf in Spanien…

…ist eine noble und alte Kunst. Auf der ganzen Welt hat diese Tradition eine lange Geschichte. Der wohl erste dokumentierte Stierkampf findet sich im Gilgamesch-Epos, in welchem Gilgamesch und Enkidu gemeinsam den Himmelsstier besiegen. Später wurde viel von den Römern gekämpft, die laut einigen Theorien den Stierkampf in Spanien einführten. Im Mittelalter wurde in Spanien von den Rittern Joste abgehalten, bei denen, ungleich der Tradition in anderen europäischen Regionen, der Gegner ein Stier war. Der Stierkampf “zu Fuss”, wie man ihn heute sehen kann, enstand erst im 18. Jahrhundert.  Mit den Festtagen von San Fermín vor der Türe wollen wir uns das Stierkämpfen mal ein wenig genauer ansehen, hier also einige Fakten:

 

Spanischer Stierkampf-Stil

Der Stierkampf in Spanien folgt sehr genauen Regeln. Zuerst muss man wissen, dass der “Matador” nicht alleine ficht: eine “cuadrilla”, sozusagen die Stierkampf-Truppe, besteht zusätzlich zu dem Matador genannten Hauptkämpfer aus mindestens sechs weiteren “toreros”. Zwei “picadores” zu Pferde, drei “banderilleros” mit kleinen Lanzen, die in den Farben Spaniens oder der einzelnen Regionen geschmückt sind, und dem “mozo de espada”, dem Schwert-Diener.Die berühmtesten Matadore haben Statuen nahe der Stierkampf-Arena

Die Kultur des Stierkampfs ist in Spanien tief in der Tradition verwurzelt. Man ist stolz auf die Kämpfer, die eine Stadt hervorbringt. Um den Plaza de Toros (Stierkampf-Arena) einer Stadt kann man oft Statuen der berühmtesten unter ihnen finden.

Auch unter Touristen hat der Sport eine hohe Beliebtheit errungen, besonders wegen des adrenalingeladenen Stierlaufs in Pamplona.

 

Warum Pamplona?

Die Stadt ist heute stark mit Stierkämpfen assoziiert, unter Besuchern vorallem wegen des Stierlaufs zur Arena. Dieser Stierlauf von Pamplona wurde von Ernest Hemmingway geschildert und so erlangte Pamplona spezifisch hierfür weltweit Aufmerksamkeit. Heute gibt es zu den Feierlichkeiten von San Fermin jedes Jahr über eine Million Besucher.

Seinen Ursprung hatte das Ganze mit Fermin, dem Sohn eines römischen Senatsherrn in Pamplona. Fermin konvertierte zum Christentum und erhielt die Priesterweihe. Später wurde er zum Märtyrer. In Pamplona erzählt man sich, dass er von wilden Stieren durch die Stassen gejagt wurde. Daraus, und aus dem Viehmarkt, der in Pamplona abgehalten wurde und zu dem die Knechte die Bullen zum Marktplatz jagten, enstand die Tradition des Stierlaufs zu San Fermin.

Man kann Statuen sowohl für San Fermin als auch für Hemmingway in Pamplona finden.

Trotz der ambivalenten Standpunkte, die man zum Stierkampf haben kann: es ist nicht zu leugnen, dass die Spanier dies meist als Kunst und Tradition betreiben und nicht als Sport. Mehr über spanische Kultur und Festlichkeiten könnt ihr auf unserem Kulturblog lesen.

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